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Technik und Forschung im Betonbau

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Karbonatisierungswiderstand

Karbonatisierungswiderstand

Die Karbonatisierung von Beton ist eine der wichtigsten Ursachen für die Korrosion der Bewehrung und damit für Schäden an Stahlbetonbauten. Der Karbonatisierungsfortschritt ist von vielen Faktoren abhängig: wichtig sind Art und Gehalt von Zement und Zusatzstoffen (beeinflusst den pH-Wert des Porenwassers und den Ca(OH)2-Gehalt im Zementstein), der w/z-Wert (massgebend für die Porosität) und die Betonfeuchtigkeit (Exposition). Weiter haben Art und Dauer der Nachbehandlung einen wichtigen Einfluss.

Prüfung gemäss Norm SIA 262/1, Anhang K

Mit der Schnellkarbonatisierungsprüfung wird das Karbonatisierungsverhalten von Betonen (1 Prisma: 120 x 120 x 360 mm) oder 5 Bohrkerne: Æ ³ 50mm, Länge: ³ 100 mm) bei 4 % CO2 und 60 % rel. Feuchtigkeit geprüft. Mit den Resultaten kann eine Abschätzung der Karbonatisierung des geprüften Betons unter realen Verhältnissen gemacht werden. Die Prüfung beginnt im Alter von 28 Tagen und dauert 63 Tage (in Ausnahmefällen länger). Vier Messtermine: 0, 7, 28 und 63 Tagen (und evtl. 126 Tage).

Prüfung gemäss Norm SN EN 13295

Mit der Prüfung nach SN EN 13295 wird der Karbonatisierungsfortschritt in Luft mit einem CO2-Gehalt von 1% und bei 60% rel. Feuchtigkeit von Instandsetzungsmörteln mit demjenigen eines Referenzbetons verglichen. Prüfbeginn nach 28 Tagen, Vorlagerung bis Massenkonstanz: mind. 14 Tage, Prüfdauer 56 Tage.

Prüfung gemäss CEN TS 12390-10

Beim Verfahren zur Bestimmung des relativen Karbonatisierungswiderstandes von Beton gemäss CEN TS 12390-10 wird der Karbonatisierungsfortschritt des zu prüfenden Betons bei 0.035% CO2 in der Luft und 50% rel. Feuchtigkeit geprüft. Die Prüfkörper können entweder draussen (vor der Bewitterung geschützt) oder in einer Prüfkammer gelagert werden. Alter bei Prüfbeginn: 28 Tage. Prüfdauer: Die Karbonatisierungstiefe der Prüfkörper wird nach 182, 273, 365, 547 und 730 Tagen (Innenlagerung) oder nach 365 und 730 Tagen (Aussenlagerung) bestimmt. Die Ergebnisse können mit jenen eines Referenzbetons verglichen werden, dessen Verhalten am vorgesehenen Verwendungsort bekannt ist.